Carabao (der Wasserbüffel)
Das Carabao, also der Wasserbüffel auf den Philippinen, wird hier als Haustier gehalten. Man findet ihn auf den Philippinen, auf der Insel Guam und in unterschiedlichen Teilen von Südostasien vor. Die Carabaos sind mit der Landwirtschaft schon immer verbunden. Hier werden sie als ein Arbeitstier vor einen Pflug oder den Karren gespannt. Sie werden auch als Tragtier für einen Transport vom Feld sowie zum Markt genutzt. Der Name des Carabao stammt dem philippinischen Dialekt Cebuano. Dieser Dialekt wird von etwa 18 Millionen Menschen gesprochen. Das Wort wurde offensichtlich aus dem Malaiischen entnommen.
Das Aussehen der Wasserbüffel
Die ausgewachsenen Tiere erlangen ein Gewicht von etwa 700 kg bis 800 kg. Sie besitzen sehr feine lange graue oder auch schwarze Haare. Diese Tiere haben am gesamten Körper Haare. Die Tiere haben ihren Haarschopf auf der Stirn sowie auf der höchsten Stelle des Rückens. Es ist sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Exemplaren so, dass sie über massive Hörner verfügen. Sie wachsen vom Kopf weg nach hinten und bilden so eine halbmondförmige Sichel.
Seine Bedeutung für den Alltag
Das Carabao (also der Wasserbüffel) ist auf den Philippinen für die Agrarwirtschaft sehr wichtig. Er gilt als wichtigstes Arbeitstier des gesamten Landes. Besonders in den provinziellen Regionen, in denen man sich keinen Traktor leisten kann als auch in besonders hügeligen Regionen, in dem ein Einsatz von Technik recht begrenzt ist, spielt das Carabao eine wichtige Rolle. Auch in der Forstwirtschaft ergeben sich viele Einsatzmöglichkeiten. So zum Beispiel um die Holzstämme aus den unwegsamen Gebieten hinaus zu ziehen. Eine altbewährte Methode, genannt Payatak, braucht den Einsatz von Carabaos. Sie wird heute noch in Northern Samar (einer Provinz auf den Philippinen) angewandt. Hierbei wird der Ackerboden von einem Reisfeld zuerst mit Regenwasser oder auch mit umgeleiteten Wasserscheiden aufgeweicht. Dies geschieht bevor ein Bauer eine Gruppe von Carabaos über jene Fläche führt. Dabei wird die Ackerfläche solange betrampeln, bis sie durchnässt genug erscheint, um die Reissetzlinge aufzunehmen. Diese zeitaufwändige Methode liefert jedoch geringere Gewinne in Vergleich zu den durchgängig bewässerten Feldern.
Wie sie gefeiert werden
In der Provinz Bulacan feiert jeder am 14. Mai das ” Festival Carabao “. Bauern schmücken dafür die Carabaos mit Blumengirlanden sowie mit bunten Bändern. Sie führen sie anschließend in die Kirche. Hier werden sie gesegnet. Danach ziehen sie in einer Parade durch das ganze Dorf. Am 2. Tag findet ein Rennern statt. Obgleich diese Tiere nicht so für ihre Schnelligkeit berühmt sind. Im Spätjahr des Jahres 2007 begann das Philippine Carabao Center (das PCC) mit seiner Studie über die Zucht von Wasserbüffeln. Sie sollten durch Genmanipulation zwischen 4 sowie 18 Liter Milch am Tag liefern. Der größte Teil der Finanzierung wurde vom Ministerium für Wissenschaft und Technik getragen. Ein Ziel dieses Unternehmens sollte es sein, mit der Hilfe von einem markierungsunterstützten Auswahlprozess die geeignetsten Tiere unmittelbar nach der Geburt zu filtern, um eine Aufzucht auf wirklich lohnende Exemplare dieser Tiere zu beschränken. Das Carabao ist inzwischen unter anderem das sehr beliebte Maskottchen von dem Philippine Daily Inquirer. Dies ist eine sehr große philippinische Tageszeitung. Es trägt den Namen Guyito. Diese Tiere können auch im Zoo von Manila bestaunt werden.




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